Ein militärisches Berufungsgericht hat die Verurteilung des israelischen Soldaten Elor Azaria wegen Totschlags zu 18 Monaten Haft bestätigt. Der Armeeangehörige hatte im vergangenen Jahr einen am Boden liegenden verletzten Attentäter durch einen Kopfschuss in Hebron getötet.

Der israelische Soldat Elor Azaria (Mitte) mit seinen Eltern am 30. Juli 2017 in einem Militärgericht auf dem Armeestützpunkt in Kirya/Israel. Foto: Avshalom Sasoni/Flash90

Azaria wurde wegen der Tat am 4. Januar 2017 von einem israelischen Militärgericht wegen Totschlag schuldig gesprochen und zu 18 Monaten Haft verurteilt. Gegen dieses Urteil war sowohl von Azarias Seite, also auch von Seiten der Anklage Berufung eingelegt worden, die ein geringeres, beziehungsweise schärferes Strafmaß forderten.

Das Berufungsgericht, bestehend aus drei Militärrichtern und zwei Zivilrichtern, bestätigte das ursprüngliche Urteil am 30. Juli 2017 und nannte die Tat Azarias „verboten, gravierend und unmoralisch.“

Azaria hat den Rest seines Wehrdienstes in einer geschlossenen Kaserne in Form eines militärischen Hausarrests verbracht. Seit dem Ende seines Wehrdienstes Mitte Juni 2017 befindet er sich in seinem Elternhaus unter Hausarrest.
Gegen das erneute Urteil kann Berufung eingelegt werden.

 

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