Der 2. Gemeinde-Israel-Kongress:

Für die Gemeinde! Für Deutschland! Für Israel!


Der 2. Gemeinde-Israel-Kongress:

Für die Gemeinde! Für Deutschland! Für Israel!

Von Harald Eckert

Vom 7. bis 9. November 2013 findet in Berlin der 2. Gemeinde-Israel-Kongress statt unter dem Thema: „Aus der Kraft der Wurzel die Zukunft gestalten“.Der erste Kongress gleicher Art im November 2006 setzte für die Israelarbeit in Deutschland wichtige Akzente und ist in seiner positiven Fernwirkung bis heute zu spüren. Der zweite Kongress in diesem Jahr ist vielleicht noch wichtiger, noch entscheidender. Denn er fällt in eine Zeit weitreichender Weichenstellungen sowohl in der Gemeinde-Entwicklung als auch im deutsch-israelischen Beziehungsgeflecht und in Israel selbst.

Als Hinführung sowohl zum Thema als auch zum Profil dieses Kongresses mögen folgende Gedanken
dienen:

„Aus der Kraft der Wurzel …“

Wir Christen und christlichen Gemeinden leben in herausfordernden Zeiten. Unser gesellschaftliches Umfeld wird immer gottloser, Werte zerbrechen, Substanz geht verloren, Orientierungslosigkeit und Oberflächlichkeit nehmen zu. Wir als Christen und als christliche Gemeinden sind in all diesen Dingen ebenfalls betroffen oder gefährdet, wir sind herausgefordert, in einer geistlichen Gegenbewegung zu leben und zu wachsen als „Salz und Licht“, als „Stadt auf dem Berge“. Unsere persönliche Hauptquelle, aus der wir für diesen Weg Kraft schöpfen, ist unsere Jesus-Beziehung. Aber auf gemeinschaftlicher Ebene, wenn es darum geht, gemeinsam in eine „Reich-Gottes-Kultur“ hineinzuwachsen, können wir enorm profitieren von einem tieferen Verständnis dessen, was Paulus mit dem „Saft und der Fettigkeit des Ölbaums“(Römer 11, 17) gemeint hat, einer tieferen Offenbarung der biblischen, heilsgeschichtlichen, geistigen undgeistlichen Wurzeln, die Gott in das Volk Israel hineingelegt hat und zu denen wir durch Jesus und durchdas Wort Gottes Zugang bekommen haben.
Einige Beispiele:
• Durch diese „Wurzel“ bekommen wir tieferen Zugang zur jüdischen Abstammung und Identität Jesu und zur tiefen Bedeutung, die darin liegt. Jesus rückt uns dadurch noch näher.
• Durch diese „Wurzel“ bekommen wir ein stärkeres Verständnis biblisch-hebräischer Grundwerte, die sowohl für unsere Gemeindekultur als auch für unsere Gesellschaftsrelevanz von substantieller Bedeutung sind. Dabei gibt es weitaus mehr zu entdecken als die 10 Gebote.
• Durch diese „Wurzel“ bekommen wir einen umfassenderen Zugang zu einem aus der „Kraft der Wurzel“ geprägten „Reich-Gottes-Verständnis“ – im Unterschied zu Merkmalen der griechisch-römischen Kultur und Philosophie zum Beispiel. Dies hat potentiell weitreichende Auswirkungen auf alltägliche Fragen des persönlichen, familiären, gemeindlichen und übergemeindlichen Denkens und Handelns. Ein tieferes Verständnis der biblischen Bezüge konkretisiert, vertieft und „schützt“ diese Entwicklung zum Beispiel in der Auseinandersetzung mit dem sogenannten „Zeitgeist“.
• Durch diese „Wurzel“ bekommen wir als Gemeinde Jesu Identität, Verankerung, Fundament und Integration in Gottes geschichts- und menschheitsumschließender Heilsgeschichte wie aus keiner anderen Quelle. Vieles davon ist der Kirche über Jahrhunderte Kirchengeschichte in einem weithin ersatztheologisch und antijüdisch überschatteten Klima der Kirche verloren gegangen. Die Urgemeinde hat jedoch darin gelebt.
Wir leben heute in „Zeiten der Wiederherstellung“ (Apostelgeschichte 3, 21). Der Heilige Geist ist dabei, unseren Zugang zur unseren biblisch-hebräischen Wurzeln gemäß Römer 11 wiederherzustellen und zu vertiefen, als eine notwendige Dimension unserer Kraft als christliche Gemeinde in einer zunehmend antichristlichen Zeit. Dies ist ein wichtiges Element der Gemeindeerneuerung und der Vorbereitung auf Erweckung.

… Orientierung gewinnen …

Dieser Einschub sei erlaubt: Aus der Kraft der Wurzel gewinnen wir Orientierung (so nicht im Thema), um Gegenwart und Zukunft im Sinne unseres Herrn besser zu gestalten. Israel wird oft „Gottes Zeiger auf der Weltenuhr“ genannt. In der Tat erfüllt sich an Israel biblische Prophetie in einer Konkretion und Tragweite, wie wir das in den letzten zweitausend Jahren Kirchengeschichte noch nie erlebt haben. Offensichtlich sind das bedeutsame „Zeichen der Zeit“ und Meilensteine in Gottes Heilsgeschichte mit der Menschheit. Als Christen und als Gemeinde diese Entwicklungen biblisch, geistlich und zeitgeschichtlich tiefer zu verstehen, gibt uns Orientierung in einer zunehmend verwirrenden Zeit und macht uns zu Leuten, die Orientierung geben können. Die Menschen um uns herum warten auf solche Orientierungshilfen und Orientierungshelfer. Ohne ein biblisches Verständnis von Israel und ohne eine geistliches und „prophetisches“ Verständnis von Gottes Handeln an und durch Israel in unseren Tagen fehlt uns ein wichtiger Parameter in unserem geistlichen und zeitgeschichtlichen Kompass.

• Diese Orientierungshilfe braucht es zuerst einmal in Theologie und biblischer Lehre. Nicht nur, aber auch über Fragen, die mit der sogenannten Endzeit und der Rolle der Gemeinde darin zu tun haben.

• Diese Orientierungshilfe schärft aber auch unsere Sinne im Rückblick auf geschichtliche Ereignisse im christlich-jüdischen Kontext und im Verhältnis Deutschlands zu den Juden und zu Israel.

• Darüber hinaus berühren sich im Israelthema geistliche, zeitgeschichtliche und auch politisch relevante Fragen. Aus biblischen Gründen und auf biblischer Grundlage. Aber es braucht Weisheit und Ausgewogenheit, sich diesen zum Teil sehr brisanten Fragen zu nähern. Mögen wir uns als geistliche Leiter um der Gläubigen und um der Gemeinde Jesu willen, aber auch um der Ehre Gottes Willen, diesen Fragen stellen! Mögen wir uns gegenseitig ergänzen und helfen.
• Und was uns als Israelbewegung betrifft: Wir brauchen auch immer wieder diese größeren Orientierungslinien, damit unser geistliches, humanitäres und israelsolidarisches Handeln nicht im guten Willen und im Aktivismus hängen bleibt, sondern vom Heiligen Geist inspiriert und biblisch fundiert mit Umsicht, Klugheit und Weitsicht auf die nächsten Jahre hin möglichst fruchtbar weiterentwickelt werden kann.

„… um Gegenwart und Zukunft zu gestalten …“

Der Gott Israels und Vater unseres Herrn Jesus hat die Gemeinde aus den Völkern in die Völker hineingesetzt, um darin „Salz und Licht“ (Matthäus 5), ein priesterliches und prophetisches Gottesvolk (1. Petrus 2) zu sein. Ein wichtiger Aspekt davon ist – neben der Verantwortung für uns selbst, also der Verantwortung für die Gemeinde Jesu – unsere geistliche Verantwortung für das gegenwärtige und künftige Schicksal unseres deutschen Volkes. Gott liebt die Völker. Er hat ein Herz für sie. Durch Israel und durch die Gemeinde spricht er zu ihnen. Unser Volk steht vor der Schicksalsfrage: Werden in den immer bedrängender werdenden Zeiten (Stichwort: „Endzeit“) die negativen und destruktiven Geistes- und Geschichtskräfte wieder nach oben durchbrechen oder sind die Kräfte der inneren Erneuerung unseres Volkes durch Buße, Demut, Dankbarkeit, Dienstbereitschaft, Selbstlosigkeit und einer größeren Vision als Wohlstand und Bequemlichkeit die prägenden Kräfte der Zukunft? Ein maßgeblicher Kristallisationspunkt dieser für unser Volk so entscheidenden Auseinandersetzung ist die Frage nach unserem Umgang mit dem jüdischen Volk und mit Israel.
Gott hat es von Anfang an so gesetzt (1. Mose 12, 1–3), dass eine Haltung der Demut, der Wertschätzung und der Segensbereitschaft gegenüber dem jüdischen Volk Segenskräfte zu anderen Völkern, auch zu unserem Volk hin, freisetzt – und umgekehrt. Darin dürfen und müssen wir als Gemeinde Jesu innerhalb unseres Volkes eine Vorbildfunktion entwickeln.
• Damit wir unser deutsches Volk in diese Richtung inspirieren und prägen.
• Damit wir die konstruktiven und positiven Kräfte in unserer Gesellschaft ermutigen und stärken.
• Damit die Kräfte der Zerstörung, die Kräfte des Antisemitismus, Antiisraelismus, deutscher Arroganz und Selbstverliebtheit sich nicht wieder ausbreiten und die Oberhand gewinnen.
Auf der individuellen Ebene ist der Zugang zu Jesus der entscheidende Faktor in Bezug auf Erlösung, Erneuerung und Wiederherstellung von Gottes guten Absichten mit jedem von uns. Auf der kollektiven, nationalen Ebene erfüllt die Beziehung zu Israel eine vergleichbare Funktion.

Gemeinde-Israel-Kongress 2013:
Unsere große Gelegenheit!

Diese Hinweise mögen genügen, um uns nahezubringen, dass das Israelanliegen eine Qualität und Bedeutung hat, die sowohl für uns als Gemeinde Jesu als auch in unserer christlichen Verantwortung für das Heil und Wohl unseres deutschen Volkes von zentraler Bedeutung ist. Dieser Kongress nun bietet eine Plattform und eine Gelegenheit, sich mit dieser Thematik zu befassen wie keine andere Konferenz oder kein anderer Kongress in Deutschland in den letzten Jahren. Ein so kompaktes, dichtes, hochwertiges und wegweisendes Zusammentreffen für lebendige Christen unterschiedlicher Prägung mit diesem inhaltlichen und personellen Profil gibt es so schnell nicht wieder. Ich rufe alle christlichen Israelfreunde im Land auf, dazu beizutragen, dabei zusammenzuwirken, damit diese Chance und Gelegenheit sein größtmögliches Potential entfaltet:

1. Für jeden selbst: Kommen Sie vom 7. bis 9. November 2013 und nach Möglichkeit dann auch zu dem breiter angelegten „Israel-Tag“ am Sonntag, dem 10. November 2013, nach Berlin! Halten Sie sich die Tage frei, treffen Sie rechtzeitig Vorbereitungen, melden Sie sich an.

2. Überlegen Sie betend, auf wen Sie mit der Einladung zugehen können: Freunde aus dem Hauskreis, Gebetskreis oder aus der Gemeinde. Bilden Sie Fahrgemeinschaften, wo möglich. Werden Sie kreativ und initiativ – und ermutigen Sie andere, die sich in dieser Hinsicht vielleicht etwas schwerer tun.
3. Eine besonders herzliche Einladung möchte ich an dieser Stelle auch an Leiter und Verantwortungsträger in den Gemeinden aussprechen. Das Israelthema ist komplex und brisant. Nachvollziehbarer Weise gibt es Fragen und Unsicherheiten. Sie als Leiter und Verantwortlicher sind an dieser Stelle herausgefordert. Bitte nutzen Sie ganz persönlich die Möglichkeit, sich zu orientieren, wertvolle Gesprächspartner zu treffen, Ihre Fragen zu überprüfen und vielleicht ein Stück weit zu klären. Ich habe von vielen Pastoren, Ältesten und Gemeindeverantwortlichen, die auf dem Kongress 2006 dabei waren, gehört, dass dieser Kongress eine sehr große Hilfe in dieser Hinsicht war.

4. Israelfreunde aus ganz Deutschland: Bitte kommt und helft! Das ist UNSER Moment! Natürlich ist dieser Kongress auch eine einzigartige Möglichkeit, als christliche Israelfreunde in Deutschland zusammenzurücken, unsere Einheit zu stärken, unser Miteinander zu vertiefen, uns für die Zukunft zu verbinden und auszurichten. Auf allen Ebenen, mit guten Auswirkungen in den verschiedensten Städten, Regionen und Aufgabenfeldern. Helfen wir zusammen – sowohl vor als auch während des Kongresses –, dass durch unser Kommen und Teilnehmen zum Thema Israel in Deutschland eine neue Aufbruchstimmung und eine stärkere Wahrnehmung des Anliegens in der Gemeinde und in der Gesellschaft erfolgt. Jeder von uns kann dazu beitragen, indem er sein persönliches Engagement einbringt. Wir werden wunderbare Zeiten der Anbetung und des Gebets haben. Wir werden viele Gleichgesinnte wiedersehen. Unser persönliches und gemeinschaftliches Engagement für Israel wird viele frische Impulse empfangen, unsere Horizonte werden geweitet, die Beziehungen untereinander vertieft, unser Herz ganz neu brennend im Heiligen Geist.

5. Liebe Geschwister – bitte betet für den Kongress: Als Christen und als Beter wissen wir, dass das Ringen um unser deutsches Volk in der Beziehung zu Israel primär eine geistliche Auseinandersetzung ist. Die entscheidenden Dinge werden nicht durch menschliche Klugheit, diplomatische Kunst, guten Willen oder viel Arbeit geschehen – sondern durch das gnädige Einwirken des lebendigen Gottes, des Gottes Abrahams, Isaaks und Jakobs und des Vaters unseres Herrn Jesus Christus in der Kraft des Heiligen Geistes. Deshalb: Bitte betet für den Kongress. Betet für alle Verantwortungsträger, Sprecher, Mitwirkenden. Betet dafür, dass die Vision überspringt und der göttliche Funke, der hinter diesem Kongress steht, viele Herzen erreicht, anzieht und dann während des Kongresses berührt und verändert. Und wo viele Einzelne verändert zurückkehren werden, wird das einen segensvollen Einfluss auf unsere Gemeinden, auf die Gemeinde Jesu insgesamt und auf unser Volk haben. Und von da aus natürlich dann auch mit neuer Kraft in Richtung Israel.•

Dieser Artikel als PDF zum Herunterladen hier

 

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