Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu hat nach dem Treffen von US-Präsident Trump und dem Palästinenser-Präsidenten Abbas am 3. Mai 2017 seinen Willen zum Frieden in Nahost bekräftigt. „Das ist etwas, für das Israel immer bereit ist“, sagte Netanjahu. Er zeigte sich allerdings skeptisch gegenüber dem Friedensbekenntnis von Abbas.

Israels Premier Netanjahu (rechts) mit seinem rumänischen Amtskollegen Sorin Grindeanu am 4. Mai 2017 in Jerusalem. Foto: GPO/Kobi Gideon

Bei seinem Treffen mit dem rumänischen Premierminister Sorin Grindeanu am 4. Mai 2017 sagte Netanjahu zum Friedensprozess im Nahen Osten: „Ich freue mich darauf, mit Präsident Trump die besten Wege zum Frieden zu diskutieren. Das haben wir mit dem Präsidenten leidenschaftlich gemeinsam.“

Weiter betonte Netanjahu: „Ich habe gehört, dass Präsident Abbas gesagt hat, die Palästinenser lehrten ihre Kinder Frieden.“ Das sei leider nicht richtig. „Sie benennen ihre Schulen nach Massenmördern von Israelis, und sie bezahlen Terroristen.“ Aber er hoffe, dass es möglich sei, einen Wechsel zu erreichen und wahren Frieden anzustreben. „Das ist etwas, für das Israel immer bereit ist. Ich bin jederzeit bereit für echten Frieden.“

Trump sieht sich als Mediator und Schlichter

Beim ersten Treffen zwischen dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump und dem Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), Mahmud Abbas, hat am 3. Mai 2017 in Washington, D.C., Optimismus vorgeherrscht. Während sich Trump von der Herausforderung angespornt zeigte, Frieden im israelisch-palästinensischen Konflikt zu stiften, bekräftigte Abbas seine Absicht für ein Friedensabkommen mit Israel.

In den Augen des US-Präsidenten könne nicht sein oder ein anderes Land der Welt den Palästinensern und den Israelis ein Abkommen aufzwingen, sondern die beiden Konfliktparteien müssten selbst zusammenarbeiten. „Ich werde alles in meiner Macht Stehende tun, um ein Abkommen möglich zu machen.“ Trump kann sich vorstellen, ein guter Mediator und Schlichter zu sein.

Einen anhaltenden Frieden sieht Trump nur, wenn die palästinensischen Führungskräfte sich vereint gegen die Hetze zur Gewalt aussprechen. „Es gibt da so viel Hass, aber hoffentlich hält dieser nicht weiter vor.“ Allen Kindern Gottes müsse der Wert und der Respekt vor dem Leben eines jeden Menschen beigebracht werden.

„Schwierigster Deal überhaupt“

„Wir werden das hinbekommen“, sagte Trump zuversichtlich gestimmt im Bezug auf den Frieden zwischen Israelis und Palästinensern. Dafür würden sie hart und sorgfältig arbeiten. Dann bestünde eine „sehr, sehr gute Chance“ auf Erfolg: „Ich habe immer gehört, dass der Deal zwischen den Israelis und Palästinensern der schwierigste Deal überhaupt ist. Schauen wir mal, ob wir sie Lügen strafen können.“

Abbas drückte seine Vorfreude aus, mit Trump an dem „historischen Abkommen für Frieden“ zu arbeiten. „Der Frieden soll auf der Vision einer Zwei-Staaten-Lösung fußen und einen palästinensischen Staat mit der Hauptstadt Ostjerusalem schaffen, der mit Israel in Frieden und Stabilität und den Grenzen des Jahres 1967 lebt.“ Die Zwei-Staaten-Lösung führe zu einem verbesserten gemeinsamen Kampf gegen die Terror-Organisation „Islamischer Staat“ und werde auch die diplomatischen Beziehungen Israels zu islamischen Ländern verbessern. Das habe das vergangene arabische Gipfeltreffen in Jordanien bestätigt.

Besorgnis über Finanzierung von Terroristen

Abbas lobte Trumps Willen, den Friedensprozess voranzubringen. Das sei eine neue Möglichkeit und ein neuer Horizont für alle Beteiligten: „Wir glauben, dass eine dauerhafte Lösung möglich ist.“ Es sei Zeit, dass Israel die Besatzung ihres Landes nach 50 Jahren beendet. „Wir wollen, dass Israel den palästinensischen Staat und die Palästinenser anerkennt, so wie wir es mit Israel machen.“ Auch versicherte er Trump, dass die Palästinenser ihre Jugend mit einer friedlichen Kultur aufziehen würden.

Laut dem Weißen Haus habe Trump im ersten Gespräch mit Abbas auch seine Besorgnis darüber ausgedrückt, dass die PA palästinensische Häftlinge in israelischen Gefängnissen und ihre Familien finanziell unterstütze, die Terrorangriffe begangen haben. Diese Fälle müssten gelöst werden. (Redaktion/Israelnetz)

 

 

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