Ich habe es in letzter Zeit mehrmals öffentlich gesagt: In den vergangenen 5–7 Jahren gibt es zwei Beziehungsfelder, die mir neu zugänglich geworden sind: Zum einen das Netzwerk von Holocaust-Überlebenden vor allem in Israel, aber auch in Deutschland. Zum zweiten eine dynamische, sich im Aufbau befindliche Bewegung berufener und begabter junger Christen in Deutschland, die eine Liebe und eine Beauftragung für das jüdische Volk und Israel empfangen haben und darin wachsen. Beide Beziehungsfelder haben mein Leben unglaublich bereichert!

Der Beginn einer Bewegung

Was Israel Connect betrifft (s. Seite 2), erinnere ich mich noch sehr gut an den Ur-Impuls: 2008 bekam ich durch eine Fügung Gottes Kontakt zu einem ganzen Netzwerk vorwiegend russisch sprechender Holocaust-Überlebender in Israel. Daraufhin haben sich eine befreundete Familie aus dem Großraum München und meine Familie entschlossen, mit unseren Kindern nach Israel zu fahren und zu sehen, was passiert, wenn unsere Kinder mit Holocaust-Überlebenden in Kontakt kommen. Die Begegnungen waren – für beide Seiten! – so berührend und tiefgehend, dass aus dieser Erfahrung der Gedanke geboren wurde: Das müssen auch andere junge Christen aus Deutschland und viele andere Holocaust-Überlebende in Israel erleben! Erste Reisen wurden organisiert, die ich – gemeinsam mit unserem Vorstandsmitglied und meinem Freund Markus Neumann – noch selbst geleitet habe. Nach und nach sind junge Leute, die zunächst Reiseteilnehmer waren, in die Leitung von Israel Connect (IC) hineingewachsen und haben 2013 gewissermaßen die „Staffel“ von uns älteren Pionieren übernommen. Seitdem erlebt die Arbeit auf verschiedenen Ebenen ein dynamisches Wachstum. Hunderte junge Christen sind inzwischen in Israel gewesen und viele Dutzend davon engagieren sich nachhaltig für das jüdische Volk, die jüdisch-christlichen oder die deutsch-israelischen Beziehungen. Ganz oben auf deren Prioritäten steht nach wie vor das Engagement für Holocaust-Überlebende – in enger Zusammenarbeit mit dem Projekt „Zeugen der Zeitzeugen“ der „Initiative 27. Januar“. Was Christen an der Seite Israels betrifft, hat sich darüber hinaus die generationsübergreifende Zusammenarbeit auf fast alle Arbeitsbereiche hinein ausgeweitet.

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