Erneutes Auto-Attentat in Jerusalem

Bei einem weiteren Auto-Attentat in Jerusalem ist am 5. November 2014 ein Polizeioffizier getötet worden. 14 weitere Menschen erlitten Verletzungen. Die Terror-Organisation Hamas bekannte sich zu dem Anschlag.

Bei einem weiteren Auto-Attentat in Jerusalem ist am 5. November 2014 ein Polizeioffizier getötet worden. 14 weitere Menschen erlitten Verletzungen. Die Terror-Organisation Hamas bekannte sich zu dem Anschlag.

Erneut ist Jerusalem Schauplatz von Gewalt, erneut steht die Jerusalemer Stadtbahn im Fokus: Im Stadtviertel Scheich Dscherach fuhr ein weißer Lieferwagen in eine Gruppe von Sicherheitsbeamten. Er fuhr weiter, rammte dabei einige Autos und raste dann in eine Gruppe von Menschen, die an einer Haltestation warteten. Der Fahrer verließ das Fahrzeug und schlug mit einer Eisenstange auf Polizisten und andere Menschen ein, bis ein Polizist ihn erschoss.

Bei dem Anschlag wurde ein Polizeioffizier getötet, der an einer Ampel gewartet hatte. Zwei Schwerverletzte sind ebenfalls Polizeibeamte. Die Verletzten wurden in die Hadassah-Krankenhäuser eingeliefert, berichtet die israelische Tageszeitung „Jerusalem Post“. Der Anschlag ereignete sich an der Haltestelle „Grab Simons des Gerechten“.

Hamas begrüßt Tat

Die Polizei identifizierte den Attentäter als Ibrahim Akari aus dem Flüchtlingslager Schuafat im Norden Jerusalems. Er war Mitglied der Hamas . Die Hamas und der Islamische Dschihad im Gazastreifen begrüßten den „heroischen“ Anschlag. Der Gewaltakt sei ein „Racheakt für Al-Aksa und das Blut derjenigen, die Al-Aksa bewachen“. Die Terror-Organisationen forderten den Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde Mahmud Abbas auf, die Sicherheitskooperation mit Israel einzustellen, damit dieser Aufstand von Jerusalem auch auf das Westjordanland übergreifen könne.

Akaris Bruder Mussa Akari zählt zu den ehemaligen Gefangenen, die für die Hamas-Geisel Gilad Schalit aus dem Gefängnis entlassen und in die Türkei deportiert worden seien. Er verbüßte eine lebenslängliche Strafe wegen des Mordes an einem israelischen Polizisten.

Polizeiminister Jitzhak Abramowitsch erklärte bei einer improvisierten Pressekonferenz, dass die Wohnungen von Terroristen umgehend zerstört werden sollten. Wirtschaftsminister Naftali Bennet, Vorsitzender der Partei „Jüdisches Haus“, sagte, dass „Abbas am Steuer des Autos gesessen hat“ und dass seine Helfershelfer den Terror in Jerusalem verübten.

Zusammenstöße auf Tempelberg

Bereits am Vormittag kam es zu Unruhen auf dem Tempelberg, so dass dieser für kurze Zeit geschlossen werden musste. Palästinenser, die Steine warfen und Feuerwerksköprer zündeten, stießen mit Sicherheitskräften zusammen. Damit reagierten sie auf eine Gruppe von jüdischen Aktivisten, die am Eingang zum Areal warteten.

Der Zugang zum Tempelberg für Juden sorgt seit geraumer Zeit für Spannungen in Jerusalem. Am 29. Oktober 2014 schoss ein Attentäter den jüdischen Aktivisten Jehuda Glick nieder, der für einen freien Zugang zum Tempelberg für Juden plädiert. Premierminister Benjamin Netanjahu hatte wiederholt angekündigt, dieser Forderung vorerst nicht Folge zu leisten. (Israelnetz)

Bild: Kurz nach dem Auto-Attentat in Jerusalem am 5. November 2014. Foto: Yonatan Sindel/FLASH90

 

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