Mehr als 27.000 Neueinwanderer sind im vergangenen Jahr nach Israel gekommen. Das sind zwar rund 4.000 Menschen weniger als im Jahr 2015, aber rund 500 mehr als 2014. Damit hat sich das hohe Niveau der Einwanderungszahlen seit gut 10 Jahren fortgesetzt.

Talia Friedman (links) mit ihrem Vater David Friedman und ihrer Mutter Tammy am 15. August 2017 nach ihrer Ankunft aus den USA auf dem Ben Gurion-Flughafen bei Tel Aviv. Foto: Miriam Alster/Flash90

Der Vorsitzende der Jewish Agency, Natan Scharansky, sagte zu der Statistik, auch wenn die Zahlen aus einigen Ländern rückläufig seien – verglichen mit den vergangenen 15 Jahren seien sie relativ hoch. Er forderte die israelische Regierung dazu auf, mehr in die Integration und Aufnahme der Neueinwanderer zu investieren. Dies sei vor allem bei der Anerkennung von beruflichen und akademischen Zertifizierungen wichtig. Das Thema sorge vor allem bei Einwanderern aus Frankreich für Frust, da viele Zertifizierungen in Israel nicht anerkannt würden.

Die meisten Neueinwanderer, in Israel „Olim“ genannt, kamen 2016 aus Russland. Ihre Zahl belief sich auf etwa 7.000. Das sind rund 400 mehr als im Jahr 2015, wie das Einwanderungsministerium sowie die Einwandererorganisation Jewish Agency bekannt gaben. Auch aus Brasilien sind mit 760 Juden mehr Einwanderer nach Israel gekommen als 2015. Damals waren es 497 Olim.

Die Zahl der Einwanderer aus der Ukraine und aus Frankreich ist hingegen im Jahr 2016 zurückgegangen. Aus der Ukraine wanderten rund 5.500 Juden nach Israel ein, im Jahr 2015 waren es noch mehr als 7.220. Rund 5.000 Juden aus Frankreich machten „Alijah“, wie die Einwanderung auf Hebräisch genannt wird. Das waren etwa 2.900 weniger als 2015. Damals war Frankreich das Land, aus dem die meisten Juden nach Israel kamen.

Aus den USA kamen rund 2.900 Olim in den jüdischen Staat – rund 170 weniger als 2015. Aus Weißrussland wanderten 620 Juden ein, aus Großbritannien kamen 650 sowie aus Südafrika 272.

Der Tageszeitung „Jerusalem Post“ zufolge waren rund 9.500 der Neueinwanderer junge Erwachsene im Alter von 18 bis 35 Jahren. Etwa 5.150 waren 17 Jahre oder jünger. Mehr als 3.000 waren 66 Jahre oder älter.

Tochter von US-Botschafter Friedman emigiriert nach Israel

Die 23-jährige Tochter des amerikanischen Botschafters in Israel, David Friedman, emigriert nach Israel. Talia Friedman ist am 15. August 2017 in Tel Aviv gelandet. Sie ist eine von 233 Nordamerikanern, die mit einem Alijah-Flug der Einwanderungsorganisation „Nefesch B’Nefesch“ nach Israel reiste. Die Krankenschwester wird zur offiziellen Bürgerin des jüdischen Staates. Der Botschafter sagte laut der Onlinezeitung „Times of Israel“, dass die ganze Familie stolz auf die junge Frau sei. „Sie wollte immer in Israel leben, und sie realisiert sich damit einen Traum.“

Als Freund Israels befürwortet David Friedman die Verlegung der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem sowie die Erweiterung und den Bau neuer jüdischer Siedlungen im Westjordanland. (Israelnetz)

 

 

 

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