Bennett: Kein Abzug aus „besetzten“ Gebieten

Auf der Konferenz für Präsidenten amerikanisch-jüdischer Organisationen am 17. Februar 2014 in Jerusalem hat der israelische Wirtschaftsminister Naftali Bennett (Foto) dem Abzug aus „besetzten“ Gebieten eine Absage erteilt. Premier Netanjahu sagte, dass Israel-Boykott Antisemitismus sei.

Auf der Konferenz für Präsidenten amerikanisch-jüdischer Organisationen am 17. Februar 2014 in Jerusalem hat der israelische Wirtschaftsminister Naftali Bennett (Foto) dem Abzug aus „besetzten“ Gebieten eine Absage erteilt. Der israelische Premier Benjamin Netanjahu pries den Erfindungsreichtum des jüdischen Staates als Bollwerk gegen den Israel-Boykott.

Netanjahu nahm in seiner Rede auf der Konferenz für Präsidenten amerikanisch-jüdischer Organisationen am 17. Februar 2014 die erneuten Verhandlungen im Februar 2014 zum iranischen Atomprogramm in den Blick. Er erklärte, es gehe Israel nicht nur darum zu verhindern, dass der Iran Atomwaffen herstellt. Es gehe vielmehr darum, dass der Iran nicht einmal die Fähigkeit dazu erlangt. „Wenn die Iraner die Kernenergie lediglich zivil nutzen möchten, dann brauchen sie sicher nicht das, worauf sie bestehen. Sie benötigen keine Anreicherung für die friedliche Nutzung von Nuklearenergie.“

Angesichts der Boykott-Bewegung gegen Israel rief der Likud-Vorsitzende dazu auf, Flagge zu zeigen. Boykotte gegen Juden seien nichts Neues, sagte der 64-Jährige mit Blick auf die europäische Geschichte. „Die unheimlichste, beschämendste Sache ist es, Menschen in Europa zu haben, die darüber nachdenken, Juden zu boykottieren.“ Die Vertreter der Boykott-Bewegung wollten nichts anderes als das Ende des jüdischen Staates. „Das sind klassische Antisemiten in modernem Gewandt.“ Gegen diese müssten sich die Israelis wenden: „Es ist Zeit, die Entrechter zu entrechten“, sagte Netanjahu laut Mitteilung seines Büros.

Eine Möglichkeit dazu sei, die Vertreter der Boykott-Bewegung offen als solche zu benennen. Weit effektiver sei aber der Umstand, dass alle Welt an der Innovationskraft Israels teilhaben wolle. Technologieunternehmen wie Yahoo oder Google strömten in das Land, um mit israelischen Internetfirmen zusammenzuarbeiten. Auf diese Weise werde die Boykott-Bewegung an den Rand gedrängt.

Bennett: Kein Abzug aus „besetzten“ Gebieten
Der israelische Wirtschaftsminister Naftali Bennett erteilte in seiner Rede vor den Präsidenten dem Abzug aus „besetzten“ Gebieten eine Absage. Frühere Erfahrungen wie der Rückzug aus dem Gazastreifen im Jahr 2005 zeigten, dass dies nur zu weiterem Terrorismus führe, sagte er laut der Tageszeitung „Yediot Aharonot“. In den Augen Bennets gibt es keine israelische Besatzung. „Man kann nicht seine eigene Heimat besetzen.“ Ein Blick in die Bibel zeige, dass Städte wie Hebron seit 3.000 Jahren die Heimat des jüdischen Volkes gewesen seien.
Auf die Frage, ob er den US-amerikanischen Außenminister John Kerry für einen Antisemiten halte, sagte Bennett: „Kerry ist kein Antisemit. Aber manchmal ist die Welt falsch dran. Am Ende des Tages wird dann Israel falsch dran sein, und unsere Kinder zahlen den Preis. Wir werden das tun, was das beste für uns ist.“

Die Konferenz für Präsidenten amerikanisch-jüdischer Organisationen versteht sich als Dachverband jüdischer Organisationen in Amerika mit etwa 50 Mitgliedern. Sie wurde 1956 auf Verlangen des damaligen US-amerikanischen Präsidenten Dwight D. Eisenhower ins Leben gerufen, der einen Ansprechpartner für die jüdischen Gemeinschaften in den USA haben wollte. (Israelnetz)

Bild: Der israelische Wirtschaftsminister Naftali Bennett bei seiner Rede auf der Konferenz für Präsidenten amerikanisch-jüdischer Organisationen am 17. Februar 2014 in Jerusalem. Foto: Flash 90

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