Israels Premierminister Benjamin Netanjahu hat in einer Sondersitzung der Knesset die Palästinenser dazu aufgefordert, die Balfour-Erklärung vom 2. November 1917 zu akzeptieren. Die seit 100 Jahren vorherrschende Ablehnung des Dokuments sei die Wurzel des israelisch-palästinensischen Konflikts, sagte er laut der Online-Zeitung „Times of Israel“ in seiner Rede am 7. November 2017 im israelischen Parlament.

Israels Premier Netanjahu bei seiner Rede während der Gedenkveranstaltung zum 100. Jahrestag der Schlacht von Be’er Schewa am 31. Oktober 2017. Zwei Tage nach dem damaligen Sieg der Briten über die Osmanen datiert die Balfour-Erkläruing vom 2. November 1917, mit der Großbritannien seine Zustimmung zur Errichtung eines jüdischen Staates in Palästina gab. Foto: GPO/Amos Ben Gershom

Netanjahu beklagte außerdem, dass es 30 Jahre gedauert habe, bis die Erklärung umgesetzt worden sei. Am 29. November 1947 stimmte die UNO mit der Resolution 181 mehrheitlich für den Teilungsplan von Palästina (33 Ja-Stimmen, darunter die UdSSR und die USA, 13 Nein-Stimmen, darunter die arabischen Mitgliedsstaaten, die Türkei und Griechenland, 10 Enthaltungen, darunter Großbritannien und China). Damit gaben die Vereinten Nationen die völkerrechtliche Zustimmung für den Aufbau des modernen Staates Israel.

Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas hatte zuvor den Leidensprozess der Palästinenser beklagt, den die Balfour-Erklärung hervor gebracht habe. Die Palästinenser hatten den UN-Teilungsplan von 1947 abgelehnt und griffen stattdessen den jüdischen Staat Israel wenige Stunden nach dessen Gründung am 14. Mai 1948 mit mehreren arabischen Armeen an. (Israelnetz/Redaktion)

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