Bäume sollen Beschuss verhindern

Natürliche Schutzmauer gegen Raketen: Israel pflanzt 800 Bäume an der Bahnlinie zwischen Sderot und Aschkelon. Der Grund: Die Züge sind auf einer Länge von zwei Kilometern vom Gazastreifen aus einsichtig.

Natürliche Schutzmauer gegen Raketen: Israel pflanzt 800 Bäume an der Bahnlinie zwischen Sderot und Aschkelon. Der Grund: Die Züge sind auf einer Länge von zwei Kilometern vom Gazastreifen aus einsichtig.

Der gegen Raketen gesicherte Bahnhof der südisraelischen Kleinstadt Sderot wurde im vergangenen Dezember eröffnet. Bis dahin endete die Zuglinie von Tel Aviv in der nördlich des Gazastreifens gelegenen Küstenstadt Aschkelon. Doch bereits vor der Eröffnung meldeten Sicherheitsvertreter Bedenken wegen möglicher Angriffe auf die Eisenbahn an. Denn in der Nähe des Kibbutz‘ Eres befindet sich kein Sichtschutz zwischen dem palästinensischen Gebiet und den Gleisen.

Vor drei Monaten wurde ein Film vom Gazastreifen aus aufgenommen. Er zeigt, wie ein Zug auf dem Weg nach Sderot ohne jegliche Deckung vorüberfährt. Deshalb fiel noch vor Beginn der Operation „Starker Fels“ die Entscheidung, den Abschnitt mit zwei Reihen Tamariskenbäumen zu bepflanzen. Sie sind acht bis zehn Meter hoch und sollen die Züge vor möglichen Angreifern verbergen, wie die Tageszeitung „Ma‘ariv“ berichtet. Zudem wird der Bahndamm erweitert.

Drei Wochen vor der Offensive gegen die Terrorinfrastruktur im Gazastreifen begannen die Arbeiten. Infolge der Kampfhandlungen in dem Gebiet wurde allerdings der Zugverkehr zwischen Sderot und Aschkelon vorerst eingestellt. Die Arbeiter unterbrachen ihre Tätigkeit. Am 12. August 2014 nutzten sie die Feuerpause, um die Bepflanzungsaktion fortzusetzen. „Es handelt sich um ein großes Projekt über fast 10 Millionen Schekel (2 Millionen Euro)“, zitiert „Ma‘ariv“ einen ranghohen Mitarbeiter. „Wir haben vor, zu versuchen, es vor dem Winter zu vollenden.“

Noch keine Lösung gibt es hingegen für einen 450 Meter langen Abschnitt, auf dem die Gleise über eine Brücke führen. (Israelnetz)

Bild: An der Grenze zum Gazastreifen. Foto: Flash90

 

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