Israel regierte erfreut auf die Ankündigung Guatemalas, seine Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen. Zudem wurde aus dem israelischen Außenministerium bekannt, dass weitere Länder eine Verlegung ihrer diplomatischen Vertretungen nach Jerusalem erwägen.  

Guatemalas Präsident Jimmy Morales (links) bei seinem Treffen mit Israels Premier Netanjahu am 29. November 2016 in Jerusalem. Foto: Haim Zach/GPO

Zur Ankündigung aus Guatemala gab Israels Premierminister Benjamin Netanjahu am 25. Dezember 2017 eine Erklärung ab, in der es unter anderem heißt:„Gestern Abend habe ich mit meinem Freund, dem guatemaltekischen Präsidenten Jimmy Morales, gesprochen. Ich habe ihm für die Unterstützung Guatemalas bei der UN-Abstimmung gedankt und hoffe, dass er in die Fußstapfen von US-Präsident Donald Trump tritt und  Jerusalem als die Hauptstadt von Israel anerkennt und beginnt, die Botschaft dorthin zu verlegen.

G-tt segne Sie, mein Freund, Präsident Morales. G-tt segne unsere beiden Länder – Israel und Guatemala. Wir warten auf Sie hier in Jerusalem.

Ich sagte Ihnen kürzlich, dass es andere Länder geben wird, die Jerusalem anerkennen und die Verlegung ihrer Botschaften ankündigen. Nun, hier ist das zweite Land und ich wiederhole: Es ist nur der Anfang und es ist wichtig. „

Guatemalas Präsident Jimmy Morales erklärte am 25. Dezember 2017, er habe mit Israels Premierminister Benjamin Netanjahu gesprochen und danach sein Außenministerium angewiesen, die Botschaft seines Landes nach Jerusalem zu verlegen. Das mittelamerikanische Land Guatemala, in dem etwa 100 Juden unter den insgesamt 15 Millionen Einwohnern leben, hat sehr gute Beziehungen zu Israel seit Gründung des jüdischen Staates.

UN-Resolution

Die UN-Vollversammlung hatte am 21. Dezember 2017 mehrheitlich dafür gestimmt, dass die USA die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels zurücknehmen sollen. Neun Länder, darunter die USA und Israel, stimmten gegen die entsprechende Resolution, 35 Länder enthielten sich. Deutschland und Österreich stimmten mit weiteren 126 Ländern der insgesamt 193 UN-Mitgliedsstaaten für die Resolution. 21 Länder waren nicht anwesend. Beschlüsse der UN-Vollversammlung sind allerdings völkerrechtlich nicht bindend und haben nur symbolische Bedeutung.  

In der Resolution werden die amerikanische Aussagen zu Jerusalem für „null und nichtig“ erklärt, ohne die Vereinigten Staaten zu erwähnen. Gemeint ist damit aber die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump vom 6. Dezember 2017, dass die USA Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkennen und die eigene Botschaft von Tel Aviv in die Davidstadt verlegen wollen.

Gegen die Resolution stimmten neben den USA und Israel noch Guatemala, Honduras, Togo, Mikronesien, Nauru, Palau und die Marshallinseln. Unter den Ländern, die sich enthalten haben, sind Kanada, Australien, Argentinien, Mexiko sowie die EU-Länder Polen, Tschechien, Ungarn, Kroatien und Lettland.-

 

 

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