Abkommen mit dem Iran ein „historischer Fehler“

Die schweren Bedenken Israels gegen den Atomdeal mit dem Iran sind nicht von der Hand zu weisen: Das Abkommen verhindert nicht den Bau der iranischen Bombe.

Die schweren Bedenken Israels gegen den Atomdeal mit dem Iran sind nicht von der Hand zu weisen: Tatsächlich verhindert das Abkommen nicht den Bau der iranischen Bombe, sondern verzögert lediglich den Zeitpunkt, an dem das Ayatollah-Regime in der Lage ist, nukleare Waffen herzustellen. In der Zwischenzeit fließen dank der Sanktionsaufhebung Milliarden Dollar nach Teheran, mit denen der islamistische Terror gegen Israel massiv gefördert werden kann.

Das Wiener Abkommen vom 14. Juli 2015 begrenzt das Atomprogramm des Ayatollah-Regimes für 15 Jahre, lässt aber die Infrastruktur des iranischen Nuklear- und Raketenprogramms intakt. Damit wird es dem Iran nach Ende der vereinbarten Frist möglich, sein Atomprogramm intensiv auszubauen.

Eine vergleichbare Entwicklung hat es bereits mit Nordkorea gegeben: Nachdem 1994 die USA mit der Regierung des ostasiatischen Landes einen Stopp seines Atomprogramms ausgehandelt hatten, ließen die Machthaber in Pjöngjang ab 2006 mehrere Atomwaffentests durchführen. Ebenso ist die Herstellung von iranischen Atombomben nur eine Frage der Zeit. Als atomares Schwellenland ist der Iran bereits jetzt in der Lage, innerhalb weniger Monate so viel Uran anzureichern, wie für den Bau von Nuklearwaffen notwendig ist. Hinzu kommt, dass das Ayatollah-Regime die erforderlichen Trägerraketen zum Abschuss atomarer Wa_ en besitzt – zur Zeit mit einer Reichweite bis nach Westeuropa! Folgerichtig kommentierte Israels Premier Netanjahu am 20. Juli 2015 den Atomdeal u. a. mit der Feststellung: „Das Abkommen, welches unterzeichnet wurde, ebnet Irans Weg dahin, sich selbst innerhalb von einem Jahrzehnt mit Atomwaffen auszurüsten, falls Iran beschließt, dieses Abkommen zu respektieren; falls Iran beschließt, das Abkommen zu missachten, wie es normalerweise der Fall ist, so wird diese Aufrüstung schon vorher geschehen.“ Bereits am 14. Juli sagte der Premier, dass das Abkommen „ein überwältigender historischer Fehler“ sei.

Auch renommierte Experten haben schwere Bedenken gegen die Einigung von Wien erhoben. So etwa nennt der Politikwissenschaftler Dr. Stephan Grigat das Abkommen einen „Deal voller Risiken“, der „nur als Kapitulation vor den Ayatollahs bezeichnet werden“ könne (im „derStandard.at“ vom 14. Juli 2015). Der Nahost-Experte Dr. Matthias Küntzel kommt in seiner detaillierten Analyse des Atomdeals zum Ergebnis: „So oder so, ob nach Ablauf oder während der 15 Jahre: Das Abkommen, das das iranische Atomwaffenprojekt zu stoppen vorgibt, bereitet ihm den Weg“.

„Genehmigung für Massenmord“

In Israel wird das Abkommen von Politikern fast aller Parteien entschieden abgelehnt, wobei Kulturministerin Miri Regev sogar von einer „Genehmigung für Massenmord“ sprach. Auch wird in der einzigen Demokratie im Nahen Osten über eine militärische Lösung nachgedacht. So etwa meint die Jerusalem Post, dass ein möglicher Militärschlag gegen das Ayatollah-Regime erfolgen sollte, bevor die Sanktionen aufgehoben werden, da der Iran bis dahin als Staat gelte, der den Atomwaffensperrvertrag bricht, und so ein Präventivschlag legitim sei. (Quellen:Israelnetz u. a.)

Christen an der Seite Israels hat zum Atomdeal einen Offenen Brief an die Bundeskanzlerin verfasst (wird demnächst hier veröffentlicht).

Bild: Am 23. Juli 2015 hat STOP THE BOMB vor der Österreichischen Wirtschaftskammer in der Wien gegen die „Iran-EU-Konferenz“ protestiert. Das Bündnis STOP THE BOMB hat das Abkommen mit dem Iran mit scharfen Worten kritisiert und betont dabei: „Es (das Abkommen) verhindert nicht die iranische Bombe, sondern schreibt ihre Voraussetzungen fest. Ein nukleares Wettrüsten mit den arabischen Staaten hat bereits begonnen, und die aggressive regionale Expansion des iranischen Regimes wurde in den Verhandlungen ebenso ignoriert wie die Vernichtungsdrohungen gegen Israel, die von Teheran noch während der Gespräche mehrfach wiederholt wurden.“ Foto: STOP THE BOMB

 

Offener Brief von Christen an der Seite Israels an die Bundeskanzlerin zum Atomabkommen mit dem Iran vom 14. Juli 2015 hier

Stellungnahme von Dr. Matthias Küntzel zum Atomabkommen mit dem Iran vom 14. Juli 2015 hier

 

 

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