Bild: Israels Premierminister Benjamin Netanjahu Foto: GPO/Kobi Gideon

Die Gräueltat in Syrien, bei der Dutzende Menschen durch Giftgas gestorben sind, ruft heftige Reaktionen in Israel hervor. Während Premier Netanjahu ein Verbot von Chemiewaffen in Syrien fordert, erinnert Präsident Rivlin an die Geschichte des eigenen Volkes.

Nach dem Giftgasangriff in Syrien am 4. April 2017 fordert Premierminister Benjamin Netanjahu die Weltgemeinschaft auf, sich an die Abmachung aus dem Jahr 2013 zu halten und sämtliche Chemiewaffen aus Syrien zu entfernen. „Der grausame Krieg in Syrien unterstreicht unser oberstes Gebot, für ewig gegen jeden Gegner und jeden Angriff gewappnet zu sein“, sagte der israelische Regierungschef laut dem staatlichen Rundfunk.

Präsident Reuven Rivlin findet klare Worte nach dem Vorfall in Syrien, bei dem Dutzende von Menschen ums Leben gekommen sind. Israel könne bei der Vergasung von syrischen Zivilisten nicht gleichgültig wegschauen. Er bot den Überlebenden des Bürgerkriegs Hilfe an: „Wir als Menschen, welche die größte aller Gräueltaten überlebt haben und aus der Asche wieder auferstanden sind, um eine starke und sichere Nation zu sein, werden alles in unserer Macht tun, um den Überlebenden des Horrors in Syrien weiter zu helfen.“ Die israelische Bevölkerung wisse nur zu genau, wie gefährlich die Stille sein kann. Deswegen werde Israel nicht schweigen.

Finanzminister Mosche Kahlon forderte Israel auf zu handeln. Israel müsse moralische Verantwortung übernehmen und die Tore für die Kinder öffnen, die Opfer des Genozids in Syrien seien. Justizministerin Ajelet Schaked forderte insbesondere den US-Präsidenten Donald Trump auf, einzugreifen und den sechs Jahre währenden Horror in Syrien zu stoppen.

Auch Hamas verurteilt Giftgasangriff

Die Terror-Organisation Hamas schloss sich am 4. April 2017 dem weltweiten Chor an, der den Einsatz chemischer Waffen in Syrien verdammte. Sie nannte den Angriff auf die Zivilisten in der syrischen Stadt Chan Scheichun laut der Online-Zeitung „Times of Israel“ ein „kriminelles Gemetzel“. Die Hamas forderte das Ende des Blutvergießens in Syrien und den Schutz der Zivilisten vor dem Kreislauf der Gewalt.

Der Giftgasangriff in der nordwestlichen, von Rebellen gehaltenen Stadt Chan Scheichun hatte am Dienstag Dutzende von Zivilisten, darunter auch Kinder, getötet. Die Opposition in Syrien macht Präsident Baschar al-Assad und seine Truppen für die Tat verantwortlich. Das syrische Militär behauptet, „Terrorgruppen“ hätten „chemische und giftige Substanzen“ verwendet. Die Tat rief einen weltweiten Aufschrei hervor. (Israelnetz)

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